9
Sep
2008

Kurz"urlaub"stag

Nun ist schon wieder ein Tag fast um- und ich sitze vor meinem PCchen- und lächle zufrieden.

Ja, dieser Tag hat mir wirklich GUT getan!
Diesmal gönnte mir meine Hand sogar weitestgehend ungestörten Schlaf bis 7.30 Uhr anstelle sonst 3 oder wahlweise 4 Uhr in der Früh, wo sie mich sonst mit Schmerzen weckte.
Voller (kindlicher) Vorfreude frühstückte ich und mache mich wenig später auf den Weg: nach fast einem Monat Abstinenz hieß es heute endlich, endlich wieder einmal Technikerin spielen bei der Tonbandzeitung! Menscheskinners, was freute ich mich auf die Truppe!

Diese repräsentierte sich diesmal mit sehr dünner Besetzung- dünn in doppelter dreifacher Hinsicht, denn offen gesagt war die PC-technische Kenntnis des "Alt-Technikers" *Hummelfuß*, welcher dort ebenfalls mehr oder weniger anwesend war und ab und an ins Studio schaute, ziemlich dünne. Leider traf dieses Attribut auch auf sein Nervenkostüm zu, so dass ich in diesem Bericht fast gar nicht anders kann, als ihn liebevoll*Hummelfuß* zu nennen.
Irgendwie war er heute einfach nicht bei der Sache; irgendwas "drückte" ihn.
Dementsprechend chaotisch war dann auch der Anfang der Aufnahmeabläufe:
Wie ein Flummi irrte er dabei unruhig im Raum herum, schaute dann mal wieder bei mir, verdrehte genervt die Augen, weil eine Sprecherin mit ihrem sehr instabilen Stimmchen sich immer wieder räuspern und ich somit immer wieder neu aufspielen bzw. technisch interagieren musste. Gepaart mit zusätzlich wieder neu aufflackernden Diskussionen darüber, welchen Artikel wir nun aufsprechen sollen oder doch besser nicht und einer anti-Aufnahme-resistenten Hintergrundgeräuschkulisse Dank den wurschtelnden *Hummelfuß* war ich offen gesagt schon versucht, einfach aufzustehen und zu gehen. Auch,wenn wir keine Profis sind- aber zumindest etwas Qualität sollte man dann für die Hörer doch erarbeiten. Immerhin zahlen sie dafür ja auch. Also griff ich durch und bat *Hummelfuß*, als er wieder lärmte um etwas weniger Tatendrang und spielte ihm als "Beweis" den letzten Teiltrack vor. Er wurde blass, entschuldigte sich und wurde dann nach und nach auch ruhiger.
Dankeswerterweise lief der Rest dann sehr gut und ich konnte eigenständig alles weiter koordinieren.
Besonders angenehm erschien mir die zweite Hälfte:

Manche Menschen hätten eigentlich einen Orden verdient für ihre Stimmen. *Engelszart* ist ein tolles Beispiel dafür.
Er hat eine herrlich warme, sanfte und doch unheimlich glasklare Stimme. Eine, in die ich mich einfach einkuscheln könnte. Stundenlang hätte ich ihm zuhören können- und jedes Mal, wenn ich eine Produktion fertig gestellt habe, kommt er zu mir, lächelt mich fast großväterlich stolz an und sagt: "Danke, Marianne, das hast Du wieder wirklich toll gemacht!" Und ich, die vor Verlegenheit immer wieder errötet und mich schüchtern bedanke.
*Hummelfuß* war hinterher übrigens auch sehr zufrieden und rief bei der Endkontrolle erfreut aus, dass ich das -Zitat- "wirklich genial" gemacht hätte. Uff......

Genau so strahlend und hochmotiviert bin ich dann nachmittags noch zu der letzten Gesundheits- Schulung geradelt, auf welcher ich über die Dreistigkeit einiger Teilnehmerinnnen staunte- denn von den sonst 8 Frauen waren wir nur noch zu viert. Nachdem das letzte Mal das "heißbegehrte" Rezept ausgeteilt wurde dachten sich wohl einige, warum sie noch kommen müssten- selbstredend ohne sich abzumelden.
Und das Mädel neben mir bekam einen Lachanfall, als ich es mir (mal wieder) nicht verkneifen konnte, die Dozentin ziemlich gesten- und exotisch-formulierungsreich zu befragen. Persönliche Randnotiz hier:
JAAA, mir fehlt das Theatern !!!

Schlaft gut, Ihr lieben...